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MedAT-Z Drahtbiegen: Ablauf, Material und Bewertung

Von der Redaktion · Stand: 25.10.2026

Hände biegen Draht mit einer Zange

Beim MedAT-Z Drahtbiegen formst Du in 30 Minuten 3 Stahldrähte mit zwei Zangen so, dass sie genau auf eine Papiervorlage passen, insgesamt 8 Figuren. Weicht ein Draht um mehr als fünf Millimeter ab, wird er gar nicht gewertet. Zusammen mit dem Formen spiegeln zählen die manuellen Fertigkeiten 20 % des Gesamtwerts, nur im Zahnmedizin-Test.

Was prüft das Drahtbiegen?

Laut den Verordnungen misst der Testteil manuelle Fertigkeiten, die für das Zahnmedizinstudium wesentlich sind. Er besteht aus zwei Aufgabengruppen, dem Drahtbiegen und dem Formen spiegeln. Im MedAT-H gibt es diesen Teil nicht; dort steht an seiner Stelle das Textverständnis.

MedAT 2026MedAT-Z
Aufgaben3
Bearbeitungszeit30 Minuten
Zeit je Aufgabe10 Minuten
Testteil und sein GewichtMF, 20 %
Anteil am Gesamtwertnicht veröffentlicht
eine richtige Aufgabe bringtnicht veröffentlicht
Aufgaben und Zeiten laut offizieller Unterlage „Zusammensetzung und Dauer der Testteile“ (MedAT 2026, Virtueller Medizinischer Campus), Gewichte laut Verordnungen über Testinhalte und Testauswertung. Zeit je Aufgabe, Anteil am Gesamtwert und Prozentpunkte je Aufgabe: berechnet. Manuelle Fertigkeiten zusammen; wie sich die Punkte auf Drahtbiegen und Formen spiegeln verteilen, ist nicht veröffentlicht.

Welches Material bekommst Du?

Alles stellt die Universität, und zwar genau abgezählt:

  • eine Weingartzange und eine Hohlkehlzange,
  • einen Farbstift, um die Biegestellen am Draht zu markieren,
  • drei Vorlagen im Format A4,
  • drei federharte Stahldrähte mit 0,7 Millimetern Durchmesser.

Ersatzdrähte und Ersatzvorlagen gibt es ausnahmslos nicht. Wer einen Draht verbiegt, arbeitet mit diesem Draht weiter. Zusätzliche Werkzeuge oder Materialien sind verboten, und kürzen darfst Du den Draht auch nicht.

Wie läuft die Aufgabe ab?

Die drei Vorlagen zeigen unterschiedlich viele Figuren: Vorlage 1 zwei, Vorlage 2 drei, Vorlage 3 drei. Jeder Draht muss am Ende alle Figuren seiner Vorlage enthalten und flach auf ihr aufliegen. Rechnerisch bleiben 10 Minuten je Draht (berechnet).

An einem Ende jedes Drahts sitzt ein bereits gebogener Referenzring. Über ihn wird der Draht bei der Auswertung ausgerichtet, deshalb darfst Du ihn nicht verändern.

Die offizielle Anleitung schlägt ein schrittweises Vorgehen vor, hier in eigenen Worten: Draht auf die Vorlage legen, Biegestelle mit dem Farbstift markieren, Zange ansetzen, mit den Fingern oder der zweiten Zange biegen und das Ergebnis nach jeder Biegung auf der Vorlage prüfen. Erst wenn eine Figur passt, beginnst Du mit der nächsten. Für rechtwinklige Biegungen eignen sich laut Anleitung beide Zangen, die scharfe Kante der rechteckigen Backe der Hohlkehlzange etwas besser. Um Figuren in eine Ebene zu bringen, empfiehlt sie, beide Zangen gleichzeitig zu verwenden.

Wie wird ein Draht bewertet?

Die Bewertung läuft in zwei Stufen.

Stufe 1, Ausschluss: Gewertet werden nur vollständig und richtig gebogene Drähte. Nicht ausgewertet wird ein Draht, wenn eine Figur fehlt oder unvollständig ist, wenn er nicht der Vorlage entspricht oder wenn er waagrecht oder senkrecht um mehr als fünf Millimeter abweicht. Für die waagrechte Messung wird der Draht in einer Auswertevorrichtung standardisiert ausgerichtet, der Referenzring magnetisch fixiert; gemessen wird die Abweichung von der idealen Drahtachse zwischen den Figuren. Für die senkrechte Messung wird die Vorrichtung gekippt, und dann zählt die ganze Drahtlänge: Schon eine einzige Wölbung von mehr als fünf Millimetern führt zum Ausschluss.

Stufe 2, Raster: Drähte, die Stufe 1 überstehen, werden Figur für Figur in Auswertevorrichtungen mit einem farbigen Raster geprüft. Grüne Felder markieren den Toleranzbereich und kosten nichts. Berührt der Draht gelbe Felder, gibt es Abzüge, bei roten Feldern größere. Die Verordnungen sprechen von einer gewichteten binären Rasterfeldbewertung, deren Ergebnis in einen Punktwert umgerechnet wird.

Was bedeutet das für Deinen Gesamtwert?

Die manuellen Fertigkeiten zählen im MedAT-Z 20 %, so viel wie im MedAT-H das Textverständnis und die sozial-emotionalen Kompetenzen zusammen. Laut Verordnung werden die Punkte aus Drahtbiegen und Formen spiegeln addiert und durch die Zahl der Messpunkte des Testteils geteilt. Weil diese Zahl nicht veröffentlicht ist, lässt sich der Anteil des Drahtbiegens allein nicht berechnen. Der MedAT-Rechner fragt die manuellen Fertigkeiten deshalb als einen Prozentwert ab.

Eines lässt sich aber sagen: Ein ausgeschlossener Draht ist ein Drittel der Drahtaufgaben, und eine Wölbung von wenigen Millimetern entscheidet darüber. Ein letzter Kontrollblick von der Seite auf die Vorlage ist deshalb gut investierte Zeit (eigene Einordnung).

Wie bereitest Du Dich vor?

Die Universitäten empfehlen ausdrücklich, Drahtbiegen und Formen spiegeln zu üben und die Feinmotorik zu trainieren. Im Virtuellen Medizinischen Campus (VMC) der MedUni Graz gibt es dafür eine ausführliche Anleitung mit Fotos der Arbeitsschritte und Übungsvorlagen. Ob die Übungsvorlagen im Originalmaßstab gedruckt werden sollen, steht nicht dabei. Auf medizinstudieren.at erklärt ein Video die manuellen Fertigkeiten. Den ganzen Zahnmedizin-Test mit Grenzwerten aus Graz beschreibt MedAT-Z kurz erklärt. Weitere Übungsideen für Drahtbiegen und Formen spiegeln: Manuelle Fertigkeiten im MedAT-Z üben.

Häufige Fragen

Wie läuft das Drahtbiegen im MedAT-Z ab?

Du biegst in 30 Minuten 3 Stahldrähte mit zwei Zangen nach Papiervorlagen. Die erste Vorlage zeigt zwei Figuren, die zweite und dritte je drei. Der fertige Draht muss flach auf der Vorlage liegen.

Darf ich beim MedAT-Drahtbiegen eigene Zangen mitbringen?

Nein. Die Universität stellt eine Weingartzange, eine Hohlkehlzange, einen Farbstift, drei Vorlagen und drei Drähte. Zusätzliche Werkzeuge und Materialien sind verboten.

Gibt es beim Drahtbiegen Ersatzdrähte?

Nein. Ersatzdrähte und Ersatzvorlagen gibt es laut den offiziellen Unterlagen ausnahmslos nicht. Den Draht kürzen darfst Du ebenfalls nicht.

Wie viel zählt das Drahtbiegen?

Drahtbiegen und Formen spiegeln bilden zusammen die manuellen Fertigkeiten mit 20 % des Gesamtwerts. Wie viel davon auf das Drahtbiegen entfällt, haben die Universitäten nicht veröffentlicht.

Quellen

Alle Angaben geprüft am 25.10.2026. Medienberichte sind als solche gekennzeichnet.

  1. Verordnung über die Testinhalte und die Testauswertung MedAT 2026 – Medizinische Universität Wien, Mitteilungsblatt 2025/26, 11. Stück, Nr. 16, 09.12.2025; abgerufen am 18.10.2026
  2. 87. Verordnung über die Festlegung der Testinhalte und der Testauswertung der Aufnahmetests Humanmedizin und Zahnmedizin ab dem Studienjahr 2024/2025 – Medizinische Universität Innsbruck, Mitteilungsblatt 2023/24, 30. Stück, 07.02.2024; abgerufen am 19.10.2026
  3. Verordnungen über die Zulassung (RN 61) und die Testinhalte (RN 62) für Human- und Zahnmedizin 2026/27 – Medizinische Universität Graz, Mitteilungsblatt 2025/26, 14. Stück, 17.12.2025; abgerufen am 18.10.2026
  4. „Zusammensetzung und Dauer der Testteile – MedAT-Z 2026“ (offizielle Unterlage im Virtuellen Medizinischen Campus, nach kostenloser Registrierung) – Medizinische Universität Graz, Virtueller Medizinischer Campus (VMC); abgerufen am 19.10.2026
  5. „Drahtbiegen“ und „Formen spiegeln“ (offizielle Unterlagen zum Test der manuellen Fertigkeiten, MedAT-Z 2026, im Virtuellen Medizinischen Campus) – Medizinische Universitäten Wien, Innsbruck und Graz, Virtueller Medizinischer Campus (VMC); abgerufen am 19.10.2026
  6. „Beschreibung der Testteile“ MedAT-H und MedAT-Z (offizielle Unterlagen MedAT 2026 im Virtuellen Medizinischen Campus, nach kostenloser Registrierung; mit Hinweis auf das Verbot der Weitergabe von Testaufgaben) – Medizinische Universität Graz, Virtueller Medizinischer Campus (VMC); abgerufen am 19.10.2026
  7. Testinhalte Zahnmedizin – medizinstudieren.at; abgerufen am 18.10.2026
  8. Tipps und Tricks zur Testvorbereitung (mit FAQ zu Minuspunkten und Notizregeln) – medizinstudieren.at; abgerufen am 20.10.2026
  9. Erklärvideos Testteile MedAT – medizinstudieren.at; abgerufen am 20.10.2026