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MedAT Soziales Entscheiden: Rangfolge, Wertung und Teilpunkte

Von der Redaktion · Stand: 25.10.2026

Ärztin und Pflegekraft im Gespräch im Krankenhausflur

Bei MedAT Soziales Entscheiden bringst Du in 14 Aufgaben jeweils fünf Überlegungen in eine Rangfolge: Was sollte für eine Person, die in einer sozialen Situation entscheiden muss, am wichtigsten sein? Du hast 21 Minuten. Als einzige Multiple-Choice-Aufgabengruppe im MedAT bringt sie Teilpunkte, gemessen an der Übereinstimmung mit der vorgesehenen Rangfolge. Sie zählt rund 3,3 % des Gesamtwerts.

Was misst Soziales Entscheiden?

Laut den Verordnungen die Fähigkeit, Entscheidungen in sozialen Zusammenhängen nach ihrer Bedeutung zu reihen. Die Universitäten begründen den Untertest damit, dass dieser Bereich in der Medizin das Handeln stark prägt. Die offizielle Informationsbroschüre beschreibt es als Messung, wie jemand in sozialen Situationen Entscheidungen trifft und welche Überlegungen er dabei anstellt.

Soziales Entscheiden gehörte schon 2022 zu den sozial-emotionalen Kompetenzen, damals zusammen mit Emotionen erkennen; seit 2023 ist Emotionen regulieren als dritte Gruppe dabei.

MedAT 2026MedAT-HMedAT-Z
Aufgaben1414
Bearbeitungszeit21 Minuten21 Minuten
Zeit je Aufgabe90 Sekunden90 Sekunden
Testteil und sein GewichtSEK, 10 %SEK, 10 %
Anteil am Gesamtwertrund 3,3 %rund 3,3 %
eine richtige Aufgabe bringt0,24 Prozentpunkte0,24 Prozentpunkte
Aufgaben und Zeiten laut offizieller Unterlage „Zusammensetzung und Dauer der Testteile“ (MedAT 2026, Virtueller Medizinischer Campus), Gewichte laut Verordnungen über Testinhalte und Testauswertung. Zeit je Aufgabe, Anteil am Gesamtwert und Prozentpunkte je Aufgabe: berechnet. Prozentpunkte je Aufgabe gelten für eine vollständig richtige Rangfolge. Im MedAT-H und MedAT-Z identisch.

Wie ist eine Aufgabe aufgebaut?

Jede Aufgabe beschreibt eine Situation aus Alltag oder Beruf, in der eine Person eine Entscheidung treffen muss. Darunter stehen fünf mögliche Überlegungen, A bis E. Du ordnest sie nach Wichtigkeit: Rang 1 für die wichtigste, Rang 5 für die unwichtigste. Auf dem Antwortbogen gibt es dafür ein Raster mit den Zeilen A bis E und den Spalten 1 bis 5.

Die Rangfolge muss eindeutig sein. Jede Stufe vergibst Du genau einmal, jede Überlegung bekommt genau eine Stufe, und alle fünf Stufen müssen vergeben sein. Gleichrangige Überlegungen gibt es nicht.

Wie werden die Teilpunkte berechnet?

Gewertet wird nicht, wie viele Kreuze an der falschen Stelle sitzen. Die Universitäten vergleichen Deine Rangfolge als Ganzes mit der Rangfolge, die sich aus der zugrunde liegenden Theorie ergibt, und bestimmen den Grad der Übereinstimmung mit einem Zusammenhangsmaß. Eine Rangfolge, die nah an der vorgesehenen liegt, bringt also mehr als eine, die stark abweicht. Den Höchstwert erreichst Du laut Verordnung, wenn Du in allen Aufgaben die optimale Rangfolge triffst.

Welches Zusammenhangsmaß verwendet wird, wie die Werte skaliert sind und was mit einer völlig gegenläufigen Rangfolge geschieht, veröffentlichen die Universitäten nicht. Deshalb lässt sich nicht ausrechnen, wie viel eine bestimmte Abweichung kostet. Der MedAT-Rechner fragt Soziales Entscheiden aus diesem Grund als Prozentwert ab und nicht als Zahl richtiger Aufgaben.

Nach welchem Prinzip wird gereiht?

Die Theorie hinter dem Untertest nennen die offiziellen Unterlagen nicht beim Namen. Aus ihren erklärten Beispielen lässt sich das Prinzip aber in eigenen Worten zusammenfassen: Oben stehen Überlegungen, die von einem allgemeinen Grundsatz ausgehen und zugleich bedenken, wozu er dient und was er für andere bedeutet. Darunter folgen Grundsätze ohne solche Begründung, in der Mitte Regeln, die an Gegenseitigkeit geknüpft sind, und ganz unten Überlegungen, bei denen es nur um den eigenen Vorteil oder Nachteil geht.

Die Unterlagen betonen außerdem, dass die wichtigste Überlegung nicht zwangsläufig die sozial erwünschteste ist. Es geht um das Prinzip hinter einer Überlegung, nicht darum, was gut klingt.

Was bedeutet das Gewicht für Dich?

Die sozial-emotionalen Kompetenzen zählen 10 %, und ihr Testwert ist der Durchschnitt der drei Aufgabengruppen. Soziales Entscheiden macht damit rund 3,3 % des Gesamtwerts aus. Eine vollständig richtige Rangfolge bringt 0,24 Prozentpunkte, eine teilweise richtige entsprechend weniger (berechnet). Der Unterschied zu den anderen beiden Gruppen: Eine nur teilweise richtige Rangfolge ist nicht automatisch null wert. Wie der Testteil insgesamt gewertet wird, steht unter MedAT-Auswertung; die anderen Gruppen sind Emotionen erkennen und Emotionen regulieren.

Offizielle Unterlagen

Im Virtuellen Medizinischen Campus (VMC) der MedUni Graz gibt es eine Informationsbroschüre zu Soziales Entscheiden mit Instruktion, Aufgabenstellung und Auswertung sowie eine Ausfüllvorschrift für das Rangraster. Ein Erklärvideo zu den sozial-emotionalen Kompetenzen steht auf medizinstudieren.at. Weitere Hinweise unter MedAT-Vorbereitung.

Häufige Fragen

Wie wird Soziales Entscheiden im MedAT bewertet?

Nach der Übereinstimmung Deiner Rangfolge mit der Rangfolge, die sich aus der zugrunde liegenden Theorie ergibt. Der Grad der Übereinstimmung wird mit einem Zusammenhangsmaß berechnet. Deshalb gibt es hier, anders als in den übrigen Multiple-Choice-Teilen, Teilpunkte.

Welches Zusammenhangsmaß wird bei Soziales Entscheiden verwendet?

Das veröffentlichen die Universitäten nicht. Bekannt ist nur, dass ein Zusammenhangsmaß verwendet wird und dass der Höchstwert erreicht ist, wenn alle Rangfolgen der optimalen entsprechen.

Darf ich bei Soziales Entscheiden zwei Überlegungen gleich wichtig einstufen?

Nein. Jede der fünf Rangstufen darf nur einmal vergeben werden, und jede Überlegung braucht genau eine Stufe. Doppelte Ränge oder eine Überlegung ohne Rang machen die ganze Aufgabe zu null.

Wie viel zählt Soziales Entscheiden?

Rund 3,3 % des Gesamtwerts, im MedAT-H wie im MedAT-Z: ein Drittel der sozial-emotionalen Kompetenzen, die 10 % zählen (berechnet).

Quellen

Alle Angaben geprüft am 25.10.2026. Medienberichte sind als solche gekennzeichnet.

  1. Verordnung über die Testinhalte und die Testauswertung MedAT 2026 – Medizinische Universität Wien, Mitteilungsblatt 2025/26, 11. Stück, Nr. 16, 09.12.2025; abgerufen am 18.10.2026
  2. 87. Verordnung über die Festlegung der Testinhalte und der Testauswertung der Aufnahmetests Humanmedizin und Zahnmedizin ab dem Studienjahr 2024/2025 – Medizinische Universität Innsbruck, Mitteilungsblatt 2023/24, 30. Stück, 07.02.2024; abgerufen am 19.10.2026
  3. Verordnungen über die Zulassung (RN 61) und die Testinhalte (RN 62) für Human- und Zahnmedizin 2026/27 – Medizinische Universität Graz, Mitteilungsblatt 2025/26, 14. Stück, 17.12.2025; abgerufen am 18.10.2026
  4. Verordnung über Inhalt und Auswertung des Aufnahmetests MedAT-H für das Studienjahr 2026/27 – Johannes Kepler Universität Linz, Mitteilungsblatt 2026, 4. Stück, Pkt. 38, 28.01.2026; abgerufen am 19.10.2026
  5. „Zusammensetzung und Dauer der Testteile – MedAT-H 2026“ (offizielle Unterlage im Virtuellen Medizinischen Campus, nach kostenloser Registrierung) – Medizinische Universität Graz, Virtueller Medizinischer Campus (VMC); abgerufen am 19.10.2026
  6. „Zusammensetzung und Dauer der Testteile – MedAT-Z 2026“ (offizielle Unterlage im Virtuellen Medizinischen Campus, nach kostenloser Registrierung) – Medizinische Universität Graz, Virtueller Medizinischer Campus (VMC); abgerufen am 19.10.2026
  7. Informationsbroschüren und Ausfüllvorschriften zu den KFF- und SEK-Aufgabengruppen (offizielle Unterlagen MedAT 2026 im Virtuellen Medizinischen Campus) – Medizinische Universität Graz, Virtueller Medizinischer Campus (VMC); abgerufen am 19.10.2026
  8. Testinhalte Humanmedizin – medizinstudieren.at; abgerufen am 18.10.2026
  9. Tipps und Tricks zur Testvorbereitung (mit FAQ zu Minuspunkten und Notizregeln) – medizinstudieren.at; abgerufen am 20.10.2026
  10. Erklärvideos Testteile MedAT – medizinstudieren.at; abgerufen am 20.10.2026
  11. Presseaussendung MedAT 2022: Anmeldezahlen – Medizinische Universität Wien, 13.04.2022; abgerufen am 18.10.2026